Krumme Geschäfte in der Vatikanbank
Ein erhellender Vortrag übers Kirchenlohnsteuerabzugsverfahren von Johannes Wasmuth
Zum Thema Vatikan-Kokolores kann man bei profil online lesen: Wie sich Kardinal Schönborn mit den Seilschaften der römischen Kurie anlegt.
Nicht zum ersten Mal fällt die Vatikanbank durch krumme Geschäfte auf (siehe hpd). Die Vatikanbank war auch u.a. Gegenstand von Carsten Frerks Untersuchung Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland . Aktuell brachte die Süddeutsche Zeitung am 26.5. einen Artikel "Gottes Geldwäscher" von Henning Klüver. Dort wird über das Buch von Gianluigi Nuzzi berichtet Vatikan AG. Zitat aus der SZ: "... ist auch das Finanzgebaren der offiziellen Bank des Heiligen Stuhls delikat: Im Dunkel seiner Schatzkammern verknüpfen sich politische Interessen verschiedenster Parteien und Gruppen. Ihre Umtriebe hat Gianluigi Nuzzi untersucht." Die Rede ist von "paradiesischen Konditionen: Kapitalerträge sind steuerfrei, totale Anonymität wird zugesichert, das Konkordat mit Italien bietet Schutz vor gerichtlichen Nachforschungen."
Na bitte, die Steuerflüchtlinge müssen gar nicht so weit von Liechtenstein weggehen. Die Vatikanbank bietet, wonach das Herz der Finanzamtbetrüger sich sehnt, mit wohlgefälliger Duldung des Papstes. Die Bibel schreibt Jesus den Spruch zu, die Mühseligen und Beladenen mögen doch zu ihm kommen. Die Vatikanbank setzt das für die mit Steuern Beladenen sehr schön um, und sie nimmt ihnen gern die Mühsal der Steuerflucht. Nicht dass da jedermann kommen dürfte, aber wenn's um genug Geld geht, findet es bestimmt den höheren Segen.
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