CHRISTEN GEGEN JUDEN: Stimmen zur Originalausgabe
Das von Czermak präsentierte Material muß geradezu zu eigenem Nachdenken zwingen.
Gernot Kirzl in: Friedberger Allgemeine
Gerhard Czermak...hat sich der schwierigen Aufgabe gestellt, ...die wichtigsten Daten der christlichen Judenverfolgung nachzuzeichnen. Die Aufgabe hat er vorzüglich gemeistert...Dies ist ein gründliches Werk, keine freudvolle Lektüre - gerade nicht für den Christen. Aber notwendig ist sie...
Heinz Abosch in: Neue Zürcher Zeitung
...ich habe mit der Lektüre schon angefangen, und ich muß sagen: ich bin begeistert. Sie haben sorgfältig recherchiert, und was gleich auf Anhieb besticht, ist der prägnante Stil.
Weddig Fricke, Autor des Jesus-Buchs Standrechtlich gekreuzigt
Der Jurist Gerhard Czermak legt auf den knapp 450 Seiten seines Buches so etwas wie ein Kompendium christlicher Judenfeindschaft und -verfolgung...vor, das es in dieser Form noch nicht gibt...Ich halte es für eine wichtige Möglichkeit der Hinführung an eine Problematik, die vielen Menschen von heute ferngerückt, wenn nicht unbekannt ist oder aber von ihnen verdrängt wird. Daß es um der Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen willen allerhöchste Zeit ist. sich dieser Geschichte der völligen Entfremdung zwischen Christen und Juden auszusetzen, macht Czermak in vielen Zusammenhängen unmißverständlich klar. Mit überschaubaren Gliederungen und einer flüssigen, durchweg spannenden Schreibweise hat er ein Arbeitsbuch (mit ausführlichen Registern und Literaturverzeichnissen) geschaffen, das sich für kritisch-selbstkritisch-interessierte Leser als ein wertvolles Hilfsmittel erweisen wird, etwa im Bereich der Erwachsenenbildung, in den Oberklassen der Schulen oder vor allem den Erstsemestern des Theologiestudiums.
Dr. theol. habil. Paul Gerhard Aring in: Zeitschrift für Kirchengeschichte (ZKG) 1993
Leider erweckt der Buchtitel fälschlich den Eindruck einer undifferenzierten Abrechnung mit der Kirche...Wer weiß, wie schwer es ist, in dem schier unerschöpflichen Vorrat an literarischen Zeugnissen die Hauptkonstanten aufzuspüren, wird Czermaks kritische Auswahl vornehmlich theologischer und kirchenhistorischer Aspekte gutheißen können. Da der Autor die Quellen ausführlich sprechen läßt und sich mit Interpretationen zurückhält, wird der unvoreingenommene und wirklich suchende Leser zu eigener Meinungsbildung eingeladen. Die vielen Zitate sind...erstaunlich exakt wiedergegeben...Der weitaus größte Teil des Buches behandelt die Beziehung zwischen Juden und Christen im 19. und 20. Jh. Czermak beschrankt sich dabei erfreulicherweise nicht auf die Kirchen, sondern bezieht auch Ideen und Aktionen im politischen und gesellschaftlichen Bereich mit ein...Im Blick auf den Holocaust am jüdischen Volk kritisiert der Verfasser zu Recht, daß die Kirchen ihr Schweigen während der Judenpogrome im Dritten Reich immer noch nicht als Schuld eingestehen wollen. Auf der anderen Seite verschweigt er nicht die Anstrengungen zur Überwindung des Antijudaismus...
Prof. Dr. Georg Denzler in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Czermak geht es vor allem darum, die Führungspersonen sprechen zu lassen, die von der Antike bis heute den Kampf zwischen Christentum und Judentum initiiert, angeführt, propagiert oder gar bis zur Verfolgung verschärft haben. Die Zitate stammen von höchsten Kirchenfürsten und zu Heiligen Erkorenen, aus den Schriften klerikaler Hetzer und Machtstreber, von Seelsorgern bis zu denen, die ihrem Verfolgungswahn unter dem Deckmantel wissenschaftlich getönter Theologie freien Lauf gelassen haben. Gerade das macht die Lektüre des Buches so erschütternd... Czermak.. .stimmt weder ein Anklagelied an, noch will er aufarbeiten, was nicht aufzuarbeiten ist. Er dokumentiert nur - und dies akribisch - ein Geschehen. Wer nach Aufklärung sucht und nicht nach Schuldzuschreibungen, wer das Heute verstehen will, ohne das Gestern zu verdrängen, dem ist dieses ausgezeichnete Buch zu empfehlen.
Prof. Dr. Alphons Silbermann, in den Luther. Monatsheften und in SEMIT
...ist Gerhard Czermak ein insgesamt beeindruckendes, teilweise sehr bedrückendes und deshalb notwendiges Buch gelungen.
Hubert Rübsaat im Norddeutschen Rundfunk
