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Do Verleihung Kunstpreis Blasphemie
Der vom bfg mÜnchen ausgelobte Kunstpreis Blasphemie "Der Freche Mario" wird in diesem Jahr wieder verliehen. Mehr dazu auch im bfg-Artikel. Die Ausschreibung ist seit 15.9. beendet, die Preisverleihung findet nun verbindlich am 9.12. um 19:30 Uhr in Schwabing im Keller der Georgenstr. 84 bei der Galerie 84 GHz statt.
Die Jury wählte aus insgesamt 221 Einsendungen folgende Preisträger aus:
1.Platz - Olaf Encke/Claudia Romero für den Auszug aus ihrem Kurzfilm "Judas und Jesus"
2.Platz - Wolfgang Norden für die Ilustration "Moral - Oral"
3.Platz - Ulf Grenzer mit der Zeichnung "Echt"
Herzlichen Glückwunsch! Platz 4 bis 8 (nicht dotiert) gehen an:
4.Platz - Titelbild Titanic
5.Platz - Fabian Gerstenberg mit der Karikatur "Aquarium"
6.Platz - Volker Kischkel mit der Karikatur "Griechisch-Orthodox"
7.Platz - Michael Haneke mit der Installation "Sapere Aude"
8.Platz - Michael Holtschulte mit der Karikatur "Verdammt"
Auch den weiteren Preisträgern herzlichen Glückwunsch! Der Preis ist auch in diesem Jahr mit insgesamt 3.000,00 Euro dotiert,
die folgendermaßen verteilt werden. Für den Sieger 1.500,00, für den
Zweiten 1.000,00 und für den Dritten 500,00 Euro. Die Preisgelder
werden nach Bekanntgabe der Kontonummern überwiesen.
Weitere Informationen sind über www.frechermario.org nach zu lesen, die Sieger der letzten Preisverleihung waren Salvatore Pertutti (mit einem Filmclip), Leo Lukas ("Sehr geehrter Islam" - Filmclip auf youtube), Til Mette (Karikatur) und Dietmar Wessinger (Karikatur); der Ehrenpreis ging an DellaCroce. Dieser ungewöhnliche Kunstpreis ist dotiert und kann von finanzkräftigen Humanisten jederzeit auch gerne finanziell unterstützt werden. (Öffentliche Veranstaltung, Einlaß 19h00, um Spenden wird gebeten.)

Ein Wort an die Bewerber/innen um den Kunstpreis Blasphemie "Der Freche Mario": zunächst an dieser Stelle herzlichen Dank für die zahlreichen Bewerbungen um den Kunstpreis des bfg mÜnchen. Vielen Dank auch für die Geduld, die Sie in Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung in diesem Jahr aufbringen mußten. Nachdem wir vom bfg mÜnchen alle ehrenamtlich tätig sind, haben wir dieses Mal leider - wegen zu viel Arbeit - unsere eigenen Terminvorgaben nicht geschafft. Für Ihr Verständnis an dieser Stelle ganz besonderen herzlichen Dank. Alle alle herzlich zu der Preisverleihung eingeladen. Die Gewinner des diesjährigen "Mario" werden rechtzeitig verständigt (gerne sind wir bei der Suche nach Übernachtungsplätzen behilflich; Kosten dafür können vom bfg mÜnchen leider nicht übernommen werden).
In diesem Jahr freuen wir uns, dass die Preisverleihung eingebettet ist in eine Ausstellung der besonderen Art zu Ehren der Künstler der Gruppe SPUR, auch S. P. U. R., in der Galerie 84 ghz, die am Freitag, 10.Dez. mit einer Vernissage beginnt. S.P.U.R. war eine avantgardistische Gruppe bildender Künstler, die 1958 in München gegründet wurde. Sie leistete einen wichtigen künstlerischen und mit ihrem Manifest auch theoretischen Beitrag zur deutschen Avantgarde nach 1945. Ihr gelang zeitweise der Anschluss an die europäische situationistische Internationale. Gegen die Künstler dieser Gruppe fand u. a. einer der spektakulärsten Gotteslästerungsprozesse der BRD statt. Heimrad Prem, Helmut Sturm, H. P. Zimmer und Dieter Kunzelmann wurden in der ersten Instanz wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften zu Haftstrafen von fünf Monaten bzw. fünf Monaten und zwei Wochen verurteilt, die aber in zweiter Instanz zur Bewährung ausgesetzt wurden. Eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht wurde allerdings 1975 endgültig abgelehnt (s.Wikipedia).
Herzlich willkommen beim bfg
München (www.bfg-muenchen.de), der in diesem Jahr zum vierten Mal den
satirischen Preis „Schraubenschlüssel
am Bande“ verleiht für die größte lockere Schraube in der Republik.* Heuer wird
der Schraubenschlüssel im Rahmen der Preisverleihung des Kunstpreis Blasphemie
„Der freche Mario“ an Allerheiligen, 1.November 2010, in München feierlich
übergeben*.
Der „Schraubenschlüssel am Bande“
2010 zeichnet folgende Äußerung aus
„(...)
Für die Zukunft wurden jedoch Weichen gestellt: Denn das amtliche Ende der
»geilsten Party der Welt«, der Loveparade, dürfte mit dem gestrigen Tag
besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit
eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht,
kann man nur erleichtert aufatmen! (...)“
von Eva
Herman, Autorin, Moderatorin und ehemalige Tagesschau-Sprecherin,
geschrieben in ihrem Artikel bei Kopp-online (www.info.kopp-verlag.de)
mit dem Titel „Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und
Gomorrha in Duisburg“ vom 25.07.2010
Begründung für die Wahl der Preisträgerin
Eva Herman erhitzt mit ihrem aktuellen
Kommentar zum Unglück in Duisburg, bei dem 20 Menschen starben und über 300
verletzt wurden, als Sprecherin und Kommentatorin für die Internet-Präsenz des
Kopp-Verlag (s.wikipedia), ein weiteres Mal die Gemüter. Den Tod der jungen
Leute begreift sie als Abschluß der Mega-Party „Love Parade“ und als ein Zeichen Gottes Die ihrer
Ansicht nach wohl gerechte Strafe einer großen außerirdischen Macht für zu
wenig bekleidete Menschen, zügellosen Drogen- und Alkoholkonsum und schlechte
Musik in der Öffentlichkeit (http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html).
Seit ihren umstrittenen Äußerungen zum
Wert der Mutterschaft (bei der Präsentation ihres Buches „Das Prinzip Arche
Noah“ 2007) und ihrem durch dieselben Vorwürfe begründeten Rauswurf aus Johannes B.
Kerners Talkshow (ebenfalls 2007) ist die ehemalige Miss Tagesschau bekannt für
ihre in der Regel öffentlich vorgetragenen christlich-konservativen Wertvorstellungen. Eva Herman setzt sich
in den letzten Jahren ein für konservative Familienpolitik; z.B. beim
Wahlauftakt der neuen Partei AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie– Christen für Deutschland (www.auf-partei.de),
die ihre Mitglieder aus der Partei BibeltreuerChristen, der Deutschen Zentrumspartei und der Ökologisch Demokratischen Partei rekrutiert. Sie
ist Sprecherin und Moderatorin der Internet-Präsenz des Kopp-Verlags und wirkt
außerdem seit Juni 2009 als Moderatorin im webTV des Internetportals
„familyfair“ und des erzkatholischen Senders „K-TV“ mit.
Grund zur öffentlichkeitswirksamen Klage ob des allgemeinen
Sittenverfalls hat die gebürtige Ostfriesin aus der Region der „goldblonden
Haare“, „blauen Augen“ und vermutlich „extremen Schlauheit“
(s.www.eva-herman.de) nicht nur aufgrund der Love-Parade in Duisburg. Dass in
der Präambel im Lissabon-Vertrag der Gottes-Bezug keinen Platz fand,
dass dem Schöpfer-Gott ein „irdischer Gott“ entgegengesetzt wurde, der für Materialismus,
Macht und menschliche Eitelkeit stünde und sich Europa nicht erst
seit der Finanzkrise in der Krise der Dekadenz und somit „mitten im
Untergang des Abendlandes“ befände. Schließlich hätte der Blick auf alte
Zivilisationen wie Rom, Griechenland oder Ägypten gezeigt, wo es hinführt, wenn
in einer noch so gebildeten Gesellschaft lediglich Lustprinzip und Materialismus
zählten. Was sich – ihrer Ansicht nach – ausdrückt in europaweit stagnierenden
Geburtenzahlen, steigenden Scheidungsraten, Alkoholexzessen,
entmenschlichter Sexualisierung von Jugendlichen und mangelndes
Verantwortungsbewusstsein zur Entscheidung für Familie und Kinder. (www.blauenarzisse.de).
Ihre Urteilskraft nimmt Eva Herman vermutlich auch aus den Erfahrungen ihres
eigenen, sinntiefen Lebens mit immerhin einem Kind, vier Ehemännern und drei
Scheidungen. Ihr tiefer christlicher Glaube bewahrt sie nun schon Jahre vor dem
Einfluss anderer Weltanschauungen ( „Wer aber einem von diesen Kleinen, die
an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an
den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
Matthäusevangelium, Kapitel 18, Vers 6“,
s. Eva Herman bei www.familyfair.de).
Zur Person
Eva Herman wurde 1958 als Eva Feldker, Tochter eines
Hotelier-Ehepaars, geboren und wuchs im Harz auf. Nach der Mittleren Reife
absolvierte sie eine Lehre zur Hotelkauffrau. 1983 heiratete sie den Autohändler
Werner Herrmann und zog zu ihm nach München. Dort lernte sie als Journalistin
beim Bayrischen Rundfunk, u.a. auch unter Thomas Gottschalk und
schaffte es bis in die „Abendschau“. Nach der Scheidung 1988 behielt sie den
Nachnamen „Hermann“, verkürzte die Schreibweise auf „Herman“ und wechselte zum
neuen Arbeitgeber NDR. Dort kam sie über Rundfunkarbeit in die
„Tagesschau“ (für 18 Jahre) und zu verschiedenen Moderatorentätigkeiten (u.a.
„Herman und Tietjen“). 1989 heiratete sie den Fernsehjournalisten
Horst-Wolfgang Bremke, ließ sich 1992 scheiden und war von 1991 bis 1994 mit
dem Moderator Uwe Bahn liiert. 1995 heiratete sie den Produzenten und Regisseur
Tom Ockers. 1997 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren, 2002 erfolgte die
Scheidung, und 2005 heiratete sie den Hotelier Michael Bischoff (s.wikipedia).
Erkenntnisse über weitere Ehegatten sind scheinbar nicht überliefert.
Eva Herman erhält den
„Schraubenschlüssel am Bande“ nach Günther Jauch (2009), nach Norbert
Geis (2008) und nach Prinzessin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
(2007).
Beim
„Schraubenschlüssel am Bande“ handelt es sich um einen satirischen Preis. Ein
überdimensionierter grüner Schraubenschlüssel mit Schleife dient symbolisch dem
„Anziehen“ oder „Wieder-Anziehen“ großer, deutlich gelockerter Schrauben am
Hirn.* Wer diese „Auszeichnung“ persönlich abholen möchte, muß - neben lockerer
Schrauben - über eine gute Portion Humor verfügen. Außerdem sollte die
ausgezeichnete Person bereits vermögend sein – was im vorliegenden Fall wohl
kein Problem sein dürfte – denn der Preis ist nicht dotiert. Auch sind an
seinen Erhalt keine Sondervergütungen gekoppelt, wie der lebenslange Besuch der
städtischen Bäder der Stadt München bzw. die generell kostenlose Benutzung der
Züge der Deutschen Bundesbahn. Nicht einmal eine kostenlose lebenslange
Mitgliedschaft beim bfg mÜnchen kann angeboten werden, weil dazu müssen
nicht nur große lockere Schrauben angezogen, sondern sich außerdem eine gewisse
geistig aufgeklärte, demokratische Grundeinstellung erarbeitet und – damit
verbunden – die offizielle Trennung von der katholischen Kirche vollzogen
werden.
Sehr
geehrte Frau Herman: herzlichen Glückwunsch und nix für ungut!
München,
den 26.Juli 2010
bfg
mÜnchen
Assunta
Tammelleo
Vorsitzende
des bfg mÜnchen
* Der
Schraubenschlüssel am Bande ist eine Auftragsarbeit des Lenggrieser
Holzbildhauers Nikolaus Sanktjohanser (www.arttrappe.de).
Die Preisträger können diese Auszeichnung nur durch persönliche Abholung
in privaten Besitz
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