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Kamerun

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Dieses Projekt ist abgeschlossen

1. Zusammenfassung: Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) unterstützt ein Entwicklungsprojekt der wohltätigen kamerunischen Organisation Business Enterprise Development (BEDO) durch Weiterleiten von 100% aller eingehenden Spenden an die Projektorganisatoren. Das Ziel des bereits laufenden Projekts ist es, den Ärmsten der Armen nachhaltig zu Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu verhelfen, indem sie in den wichtigsten Fertigkeiten ausgebildet werden und sie Unterstützung bekommen, um ihr eigenes kleines Geschäft aufbauen zu können.

Kamerun

2. Arten der Selbständigkeit: Im ländlichen Kamerun ist es sehr schwer, regelmäßig bezahlte Arbeit zu finden, weshalb oftmals Selbständigkeit die einzige Alternative darstellt. Die Arten der Selbständigkeit hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Es sind jedoch in der Regel Kleinstaktivitäten wie (a) Kochen zum Verkauf an Schulen oder auf der Straße, (b) Seifenherstellung und -verkauf, (c) Fisch räuchern für das Dorf oder (d) Bienenhaltung. Tätigkeiten für größere Gruppen oder ganze Dörfer sind beispielsweise (e) Baumanbau zur Feuerholzproduktion und (f) Fischzucht und -verkauf.

Inspektion von kleinen Bäumen Inspektion von kleinen Bäumen

3. Ausbildung in Workshops: Während organisierter drei Tage dauernder Workshops in verschiedenen Teilen des Landes versuchen die Projektleiter, Bedürftige zu finden, sie kennen zu lernen und ihnen Rat zu geben, wie sie sich selbständig machen könnten. Den Workshop-Teilnehmern werden die wichtigsten erforderlichen Fähigkeiten wie einfache Buchhaltung und das Errechnen von Mindestverkaufspreisen beigebracht. Weiterhin wird ihnen nahe gelegt, Ersparnisse anzusammeln oder in örtlichen Sparvereinen ("Njangi") mitzumachen, um auch schlechtere Zeiten überstehen zu können.
Lehrgang über das Bauen eines Bienenhauses
Lehrgang über das Bauen eines Bienenhauses

4. Ein Geschäft aufbauen: Leute, die nach dem Workshop gewillt sind, sich selbständig zu machen - normalerweise in Kleingruppen von drei oder fünf Partnern - bekommen konkreten Ratschlag für ihre Geschäftsidee. Beispielsweise diskutieren die Projektleiter mit ihnen, ob das Geschäft unter den örtlichen Gegebenheiten erfolgreich sein kann, ob es nicht schon zu viele Wettbewerber gibt, etc. Nur wenn die Projektleiter überzeugt sind, dass die Partner es ernst meinen und auch die Bedingungen gut sind, erhalten die neuen Geschäftsleute ein Startkapital von etwa 40 Euro (80.- DM), mit dem sie die wichtigsten Werkzeuge kaufen können. Für unsere Verhältnisse ist dieses Startkapital sehr wenig, aber es ermöglicht den Bedürftigen, Notwendiges wie etwa einen Topf, Feuerholz und Zündhölzer zu kaufen. Läuft das Geschäft nach drei Monaten aktiver Tätigkeit noch, so erhalten die Geschäftsleute weitere 40 Euro Ankurbelungsgeld. Durch die Aufteilung der Summe in zwei Teile werden die frisch gemachten Geschäftsleute motiviert, die Tätigkeit ein paar Monate lang aufrecht zu erhalten. Während dieses Zeitraums können sie sich in ihrer neuen Tätigkeit üben und sich selbst beweisen, dass sie erfolgreich sein und sich selbst ernähren können.

Lehrgang

Einführung zu einem Lehrgang

5. Nachhaltige Hilfe: Ein Hauptziel des Projekts ist es, den Ärmsten der Armen das Selbstbewusstsein zu geben, dass sie sich selbst ernähren und über Wasser halten können, ohne auf die Familie oder wohltätige Vereine angewiesen zu sein oder auf Bettelei oder Prostitution zurückgreifen zu müssen. Das Motto heißt: hilf den Armen, sich selbst zu helfen.
Strassenverkauf: Miombo

Straßenverkauf von 'Miondo'

6. Erfolgsrate und Überwachung: In der Vergangenheit haben etwa 90% der auf diese Weise begonnenen Projekte überlebt und etwa 50% waren sogar recht erfolgreich. Es gab sogar einige herausragende Erfolgsgeschichten wie der, dass hergestellte Produkte ins Ausland exportiert werden konnten. Die Projektleiter überwachen jedes Geschäft etwa ein Jahr lang und die Projektpartner müssen während dieses Zeitraums über ihre Finanzen Buch führen. Nach einem Jahr verfassen die Projektleiter einen zusammenfassenden Bericht über die erreichten Ziele und die Ausgaben jedes angefangenen Geschäfts.

Fleischverkauf

Straßenverkauf von Fleisch

7. Ihr Beitrag: Die Projektleiter verlangen für ihre Arbeit kein Gehalt und steuern sogar oft selbst Geld oder Gegenstände bei. Ihr gespendetes Geld wird für das Abhalten der Workshops und für die Unterstützung verwendet (Startkapital und Ankurbelungsgeld). Ein Workshop kostet je etwa 750 Euro. Von dieser Summe werden Lehrer bezahlt, werden Lehrmittel gekauft, wird Teilnehmern notfalls das Busfahrgeld erstattet und werden die Workshop-Teilnehmer in Pausen verpflegt.  
8. Ziel: Unser Ziel ist es, 3.000 Euro (2 Millionen CFA; 6.000,- DM) pro Jahr zu sammeln. Mit dieser Summe können zwei Workshops abgehalten und etwa 20 Gruppen in ihrem Geschäftsaufbau unterstützt werden (Startkapital und Ankurbelungsgeld). Je mehr Geld wir jedoch sammeln können, desto mehr Leuten kann geholfen werden.