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Bund für Geistesfreiheit München fordert Entfernung der "Judensau"-Skulpturen an bayerischen Kirchen

Zuletzt aktualisiert von presse am 30. Oktober 2019 - 15:26

Am heutigen Mittwoch, 30. Oktober 2019, hat sich Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, zu Wort gemeldet und die Entfernung des „Judensau”-Reliefs an der Lutherkirche in Wittenberg gefordert. Dem kann sich der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) nur anschließen.
 
In Deutschland gibt es jedoch mindestens 20 solcher Schmähskulpturen an christlichen Kirchen - in Bayern z.B. an Kirchen in Bayreuth, Regensburg, Nürnberg oder Bamberg, worauf der bfg München schon seit vielen Jahren aufmerksam macht.
Angesichts des Terroranschlags auf die Synagoge in Halle fordert der bfg München die katholische und evangelische Kirche in Bayern auf, endlich ein Zeichen zu setzen:

„Gerade in einer Zeit, in der sich Antisemitismus und Rassismus in der Gesellschaft weiter ausbreiten, müssen solche Schmähskulpturen an christlichen Kirchen entfernt werden. Oder sie werden mit Hinweistafeln versehen, die deutlich machen, dass die „Judensau”-Reliefs Ausdruck des im Christentum Jahrhunderte lang verbreiteten und geschürten Hasses gegen Juden sind, der zu Vertreibungen, Raub, Pogromen und schließlich zum Mord an den europäischen Juden durch die Nazis führte. Das ist bisher bei den wenigsten Hinweistafeln der Fall”, sagt Michael Wladarsch, Vorsitzender des bfg München.