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Drei Feiertage für bfg-Mitglieder

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 18. Juni 2013 - 2:00

 

Das geltende Gesetz erlaubt auch kleinen Konfessionsgruppen eigene Feiertage mit den damit zusammenhängenden Vorteilen, wie z.B. Befreiung von Arbeit und Schulbesuch. So sind z.B. jüdische Schülerinnen und Schüler an folgenden Tagen von der Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht und sonstigen schulischen Veranstaltungen befreit: an beiden Tagen des Neujahrsfests, am Versöhnungstag, an den ersten zwei Tagen und an den letzten zwei Tagen des Laubhüttenfests, an den ersten zwei Tagen und an den letzten zwei Tagen des Osterfests und an beiden Tagen des Wochenfests . Muslimische Schülerinnen und Schüler an den Festtagen Ramazan Bayrami und Kurban Bayrami jeweils für die ersten beiden Tage von der Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen befreit. Es gibt in den ministeriellen Erlässen auch Freistellungen für z.B. Siebententags-Adventisten, Bahái-Religion, Schüler, die der Worldwide Church of God angehören usw.

Laut Kultusministerium erfolgt die Unterrichtsbefreiung von Schülerinnen und Schüler anderer Bekenntnisse an einschlägigen religiösen Feiertagen auf Antrag. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der bfg als Weltanschauungsgemeinschaft den Religionen in jeder Richtung gleichgestellt. Die Dachorganisation bfg Bayern K.d.ö.R. hat in seiner Landesversammlung am 13.4.2013 drei humanistische Feiertage beschlossen und dem Kultusministerium auch offiziell mit Einschreiben/Rückschein gemeldet. Es handelt sich um

  • Evolutionstag (Am sechsten Freitag nach dem Sonntag, der dem ersten Frühjahresvollmond folgt ; )
  • 21. Juni (jährllch) Welthumanisten-Tag
  • 10. Dezember (jährllch)Tag der Menschenrechte

Mitglieder des bfg (und deren Kinder) können ab sofort wie die Mitglieder anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften eine Schul- und Arbeitsbefreiung in Anspruch nehmen. Es genügt dafür der formlose Antrag bei Arbeitgebern und Schulen. Vorlagen für den Antrag stellt der bfg Bayern sowie seine Ortsgemeinschaften in 12 bayrischen Städten auf Wunsch gerne kostenlos zur Verfügung. Die reguläre Mitgliedschaft im bfg kostet jährlich je nach Ortsgemeinschaft ca. 60 € pro Jahr. Die Mitgliedschaft im bfg hilft den Mitgliedern auch, das „Besondere Kirchgeld“ zu vermeiden, mit dem Konfessionslose in sogenannten „glaubensverschiedenen Ehen“ durch die Hintertür die christlichen Großkirchen finanzieren müssen.

Das bayerische Kultusministerium hat die Feiertage offiziell anerkannt (auch hier hilft unser Status als Körperschaft des öffentlichen Rechtes).
Die Handhabung durch einzelne Schulleitungen ist jedoch nicht immer verständnisvoll.

Die grundsätzliche Rechtslage (Stand 2013) ist nicht eindeutig geklärt, die Urteile sind aber nicht auf bfg-Mitglieder als Zugehörige zu einer den Kirchen gleichgestellten Weltanschauungsgemeinschaft zugeschnitten, sondern beziehn sich auf die Klage einer Berliner Mutter.

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