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Friedensmacht Europäische Union? - Thomas Rödl von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinte Kriegsdienstgegner*innen

Zuletzt aktualisiert von presse am 2. November 2020 - 9:47
Thomas Rödl, Deutsche Friedensgesellschaft - Foto: Michael Geyer

Am 31. Oktober 2020 hat der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) seinen 150. Geburtstag im EineWeltHaus gefeiert. Auf der Veranstaltung sprachen Referent*innen zu den verschiedensten Themen. Einer von von ihnen war Thomas Rödl von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinte Kriegsdienstgegner*innen. Er beschäftigte sich mit dem Thema "Friedensmacht Europäische Union?"

Das ist für den bfg München durchaus eine wichtige Frage. Heißt es doch im Grundsatzprogramm der Organisation: "Krieg, Produktion von Massenvernichtungsmitteln und Waffenhandel sind Ausdruck inhumaner und irrationaler Verhaltensweisen. Dauerhafter Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit sind dagegen zentrale Ziele des Humanismus." Wie friedlich die EU wirlich ist, die ja im Vergleich zu den USA als Soft Power betrachtet wird, wollten wir von Thomas Rödl wissen, dem der Begriff "Friedensmacht EU" während der Vorbereitung des Vortrags immer fragwürdiger erschien. Sein Fazit: Ob die EU ein Militärblock oder ein Friedensblock wird, das hänge von uns bzw. der Gesellschaft ab, die sich gegen Krieg und Aufrüstung sowie für zivile Konfliktbearbeitung einsetzen müsse.