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Heckler & Koch vor Gericht: Interview mit Rüstungsgegner Jürgen Grässlin über illegale Waffenlieferungen nach Mexiko

Zuletzt aktualisiert von presse am 26. November 2018 - 9:05
Jürgen Grässlin, Bundessprecher Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinte KriegsdienstgegnerInnen

Auf der Veranstaltung "Der Tod ist ein Meister aus München" des Bundes für Geistesfreiheit München stellte Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft, die Rüstungsunternehmen in der Region München bzw. Bayern vor. Dabei kritisierte er auch die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und zeigte ihre oft tödlichen Folgen. Dabei sprach er auch über illegale Waffenlieferungen des Rüstungsunternehmens Heckler & Koch nach Mexiko.

Im April 2010 erstattete Jürgen Grässlin Anzeige gegen Heckler & Koch. Acht Jahre später, im Mai 2018, begann der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht. Angeklagt sind fünf ehemalige Mitarbeiter_innen des Oberndorfer Rüstungsunternehmens. Ihnen wird vorgeworfen ca. 4.700 G36-Sturmgewehre illegal in vier sogenannte „Unruheprovinzen“ in Mexiko geliefert zu haben.
Über den Stand der Gerichtsverhandlung in Stuttgart, über die Verantwortung der Bundesregierung und den möglichen Ausgang des Prozesses haben wir mit Jürgen Grässlin gesprochen. Zunächst erläutert er, wie es 2010 überhaupt zur Anzeige gegen Heckler & Koch kam.