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KORSO wird zum Zentralrat der Konfessionsfreien

Zuletzt aktualisiert von presse am 20. September 2021 - 17:45

 
Bei einer außerordentlichen Ratsversammlung hat der Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) am 19. September 2021 eine umfassende Satzungsreform beschlossen.
 

Die auffälligste Neuerung betrifft den Namen der Organisation, die damit zum Zentralrat der Konfessionsfreien wird. Mit dieser Namensänderung definiert der künftige Zentralrat auch seine Rolle neu: „Pünktlich zur neuen Wahlperiode des Deutschen Bundestags stellen wir uns als Lobbyorganisation auf“, so der Vorsitzende Dr. Rainer Rosenzweig, „die sich für die Rechte und Interessen konfessionsfreier Menschen in Deutschland gegenüber den Abgeordneten des Deutschen Bundestages stark macht.“
 
Für diese Arbeit hat der KORSO einen Repräsentanten beauftragt, den Zentralrat der Konfessionsfreien ab Oktober in den Medien und gegenüber der Politik zu vertreten: Philipp Möller, Pressereferent und langjähriges Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, einer der Gründungsorganisationen des KORSO. Seine Öffentlichkeitsarbeit im säkularen Spektrum begann er als Pressesprecher der Buskampagne und brachte mit „Disput / Berlin!“ die Eckpunkte von Humanismus und Aufklärung in die sozialen Medien. Er ist vielfach in TV-Talkshows aufgetreten, unter anderem bei Anne Will, Markus Lanz, Sandra Maischberger, Maybritt Illner und im Nachtcafé; auch sein Buch „Gottlos Glücklich“ wurde zum SPIEGEL-Bestseller.
 
Weitere Satzungsänderungen betreffen die Organisationsstruktur des künftigen Zentralrats: Seine Mitgliedsverbände werden nach der neuen Satzung durch einen Verbandsrat repräsentiert. Zusätzlich dazu wird ein Expertenrat etabliert, der den Zentralrat der Konfessionsfreien in fachlichen Fragen beraten wird.
 
Der Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften hat sich entschlossen, diesen Weg nicht mitzugehen und verlässt den KORSO, der dafür allerdings zwei neue Mitgliedsorganisationen gewinnen konnte. Aufgenommen wurde die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Sie setzt sich seit 1980 für die Selbstbestimmung am Lebensende ein und vertritt bundesweit fast 22.000 Mitglieder und knapp 2.500 weitere Unterstützer. Ebenso wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Humanistischer Studierender aufgenommen, in der sich rund 20 humanistische Hochschulgruppen zusammengeschlossen haben.
 
An der außerordentlichen Ratsversammlung des KORSO nahmen 18 Gäste und Delegierte aus zehn Mitgliedsorganisationen teil. Die Satzungsänderungen und damit auch die Umbenennung werden wirksam, sobald sie beim Amtsgericht eingetragen wurden. Bis dahin ist der Zentralrat im Netz noch unter https://korso-deutschland.de/ erreichbar.