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Religionsmafia "schützt" Karfreitag

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 12. März 2013 - 1:00

Nachlese zum "Hasenfest" (2. und 3.4.2013):

Nachlese zum Karfreitag (31.3.2013): Eine Zensur findet nicht statt - Die Obrigkeit verwickelt sich in Widersprüche.
Und besonders witzig: Gaga-Sekte feiert mitten in Deutschland bizarres Splatter-Ritual mit Folter, Kreuzigung und Kannibalismus. Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt auch noch nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte "Karfreitagsmesse". Auf derselben site: 97 % dankbar, dass Jesus für extralanges Wochenende gestorben ist: Sein Opfer war nicht umsonst: 97 Prozent aller Bundesbürger empfinden gegenüber Jesus, dem Sohn Gottes, tiefe Dankbarkeit, weil er vor nahezu 2000 Jahren dafür gestorben ist, dass die Menschen von heute ein langes Wochenende genießen können. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungs- instituts Opinion Control hervor.

Nachtrag zur Hasenfest-Austrittsaktion am Donnerstag, 28.03.2013 von Assunta Tammelleo, der bfg-Vorsitzenden: Hasenfest in der Republik - Lass Du mich tanzen, ich lass Dich beten - Erfolg für die säkulare Szene - Alle Jahre wieder ist ja nicht nur Weihnachten, nein auch Ostern. Es war am Karfreitag 2007, als auf Initiative der Vorsitzenden des bfg mÜnchen eine „Heidenspass-statt-Höllenqual“-Party mit Musik und Tanz angekündigt worden ist. Seit 2001 schon organisierten die fröhlichen Münchner Gottlosen an Karfreitag immer Filmnacht mit Schoko-Buffe und dachten daran, das Angebot an diesem Tag ein wenig zu erweitern. Damit man sich mit dem Musikverbot an sog. Stillen Tagen gründlich juristisch beschäftigen kann, hoffte man auf Anzeige von Seiten des Erzbistums München Freising. Und wurde nicht enttäuscht. Der bfg mÜnchen verzichtete wegen der Strafandrohung von 10.000,00 Euro auf Musik und Tanz an jenem Karfreitag, zeigte einen Film vor ausverkauftem Haus, inszenierte acapella-Gesang („we shall overcome“) und startete danach mit der Feststellungsklage gegen das Bayr. Feiertagsgesetz durch alle Instanzen (die erwartunggemäß verloren gingen). In diesem Jahr steht die Feststellungsklage auf Listenplatz 12 auf der homepage des Bundesverfassungsgerichts inmitten der Entscheidungen, die noch in diesem Jahr entschieden werden. Die Klage wurde tatsächlich angenommen. Seit ein paar Jahren gibt es gegen die Feiertagsgesetze das Hasenfest in vielen deutschen Städten, und wir vom bfg mÜnchen sind sehr zufrieden damit, dass wir im Süden hier doch irgendwie Trendsetter gewesen sind.
Nun, natürlich gibt es auch unter den Gottlose welche, die mit Musik, Tanz und vielleicht gar mit Humor so ihre Probleme haben. Die gab es 2007 bereits, und die gibt es aktuell immer noch. Mit Sicherheit gelingt es ihnen auch in diesem Jahr nicht, damit aus den Hinterzimmern mäßig bekannter Gasthäuser in die echte Öffentlichkeit zu gelangen. Allen Hasenfestinitiatoren und Mitwirkenden herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Aktion.

Jedes Jahr dieselbe Gaudi, am Karfreitag ist alles verboten, was Spaß macht (24.3.). Dazu ein Artikel bei bo-alternativ.
Der bfg macht am Gründonnerstag eine Kirchenaustrittsaktion, siehe dazu unseren Termin. Wer austritt, hat wenigstens die Freude, es denen gezeigt zu haben.

Musikverbot für alle, ob religiös oder nicht. Auf Weisung der Bezirksregierung Düsseldorf hat das Ordnungsamt Essen die Premiere von Puccinis "Madama Butterfly" am Karfreitag im Aalto verboten. Grund ist das NRW-Feiertagsgesetz. Generalmusikdirektor Stefan Soltesz hat Anwälte eingeschaltet und lässt rechtliche Schritte prüfen.
Kommentar bfg: Dabei ist die Madama doch ein Rührstück und sollte gut zu der tränendrüsigen Karfreitagsstimmung passen, in der sich die Christen zu suhlen belieben. Aber ohne uns. Jeder aufrechte Atheist sei aufgefordert, den Freitag vor Ostern besonders fröhlich zu verbringen!