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Wolfram Kastner in den Medien

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 6. März 2013 - 1:00

Säulenwanderung - eine neue Ausstellung von Wolfram P. Kastner/Christian Lehsten in Schwerin, Schleswig-Holstein-Haus, 26. März - 14. April 2013. Das bedeutet hoffentlich nicht, dass Wolfram Kastner jetzt zum Säulenheiligen wird ...

Der antiklerikale und antifaschistische Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner zum Thema Sicherheit und Frieden:
"Das ist doch die beste Kunst, die sich mit der Wirklichkeit beschäftigt, sich nicht zurücklehnt ins warme Atelier und dort Ölbilder für das Kanape des Bankdirektors malt, sondern die an die Öffentlichkeit tritt und so weithin sichtbar ist für die Bevölkerung." Sendungsinfo Kunstraum - siehe auch aktuelle Aktion in Murnau (22.Juni−22.Juli 2012)


Wolfram Kastner als Friedensengel
Wolfram Kastner bezieht mit seinen Arbeiten konkret Stellung zu aktuellen Fragen des Zeitgeschehens. Er spitzt mit seinen Aktionen Fragestellungen zu, wie beispielsweise die des Schutzes Deutschen Kapitals im Ausland durch eine symbolische Bewachung der Commerzbank in voller Kriegsmontur. Oder er nimmt Stellung zum Afghanistan-Konflikt, indem er den von Karl Valentin gezeichneten Friedensengel von 1915 als lebendige Skulptur auf einem Leiterwagen während der Münchner Sicherheitskonferenz durch die Innenstadt zieht. "Es ist für mich keine Witz-Veranstaltung, keine Satire, sondern eine Provokation, die die Situation, die durchaus ernst ist, visuell in die Gesellschaft rüberbringt. Noch ist es ja nicht gefährlich, so etwas zu machen. Es ist zwar manches verboten, was man als Künstler macht, aber es ist nicht lebensgefährlich. Und damit es nicht dazu kommt, machen wir so etwas. Denn das, was wir heute hier machen, steht in keinem Verhältnis zu dem, was kommen kann, wenn man es nicht verhindert…."
Wolfram Kastner - Lebenslauf des Künstlers
Wolfram P. Kastner, geboren 1947 in München, ist ein deutscher Künstler, dessen Arbeiten und Aktionen meist politische und historische Themen aufgreifen, insbesondere die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich. Gleichrangig stehen Malerei und Zeichnung, Fotoserien, Installationen und Objekte im Mittelpunkt seiner Arbeit. Kastner studierte von 1966 bis 1972 an der Akademie der Bildenden Künste bei Franz Nagel und Robert Jacobsen sowie an der Universität München. Seither ist er als freier Künstler in München tätig.

REGIONALE12 - 22.Juni−22.Juli 2012 - Region Murau/Steiermark - KEIN SCHÖNER LAND - Eine Ausstellung, Interventionen und ein Hörstück
Anhand historischer Dokumente und durch Zeitzeugengespräche zeichnet KEIN SCHÖNER LAND in Form von öffentlichen Aktionen, einem Hörstück sowie einer Ausstellung mit Begleitpro­gramm vergessene und verdrängte Aspekte der NS-Zeit in Murau nach.

 

  • 4A Ausstellung Stadt- und Handwerksmuseum Murau, Grazer Straße 19, 8850 Murau
  • 4B Installation, Larissa Aharoni, Murtalbundesstraße rund um das Ortsgebiet Triebendorf
  • 4C Intervention, Wolfram Kastner, Anna-Neumann-Straße 28 und Liechtenstein­straße 8, A-8850 Murau

Namen der jüdischen Familien, die von den Nazis entrechtet, enteignet, vertrieben oder ermordet wurden, auf dem Gehsteig vor ihren ehemaligen geraubten Wohn- und Geschäftshäusern.
KEIN SCHÖNER LAND im und mit dem Stadt- und Handwerksmuseum Murau zeichnet anhand historischer Dokumente und Zeitzeugengesprächen vergessene und verdrängte Aspekte der NS-Zeit in Murau nach. Die Vertreibung dreier jüdischer Familien, die Deportation der im ›Zigeuner‹-Arbeitslager Triebendorf internierten Sinti und Roma und die Ermordung von ZwangsarbeiterInnen wird durch öffentliche Aktionen, ein Hörstück sowie eine Ausstellung mit Begleitprogramm beleuchtet. »Kollektives Erinnern tritt an die Stelle der Mauer des Schweigens«, so Vonbank. Die Ausstellung ist bis 22. September 2012 geöffnet.
KuratorInnen: Werner Koroschitz und Uli Vonbank-Schedler
Mit: Larissa Aharoni, Wolfram Kastner, Ludwig Laher, Ernst Logar, Robert Schabus
Wo: Stadt- und Handwerksmuseum Murau, Grazer Straße 19, 8850 Murau
Wann: 22. Juni - 22. September 2012, täglich von 10 - 19 Uhr
Erinnerungszeichen
Larissa Aharoni: Lager Triebendorf / Sinti u. Roma, Murtalbundesstraße - Ortsbereich Triebendorf
Wolfram Kastner: Jüdische Familien, Anna-Neumann-Straße und Liechtensteinstraße
Ernst Logar: ZwangsarbeiterInnen, Postwurf und Gemeindeämter des Bezirks

Wolfram P. Kastner
Institut für Kunst und Forschung
Tel. +49+89-157 32 19
www.ikufo.de