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Bund für Geistesfreiheit München fordert Ende der historischen Staatsleistungen an Kirchen

Die beiden großen Kirchen haben in Deutschland von 1949 bis 2020 ca. 19 Milliarden Euro an sogenannten historischen Staatsleistungen erhalten, in Bayern sind es fast 4 Milliarden Euro. 2020 zahlt der Freistaat an die katholische und evangelische Kirche ungefähr 100 Millionen Euro, für ganz Deutschland beliefen sich die Zuwendungen auf insgesamt 570 Millionen. Das belegen die Recherchen der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union.
Bei den historischen Staatsleistungen geht es nicht um Zahlungen des Staates, die z.B. für den Betrieb von Kindergärten, Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen an Caritas oder Diakonie geleistet werden, sondern sie stehen den Kirchen ohne Zweckbindung zur freien Verfügung. So verwendet beispielsweise die katholische Kirche in Bayern einen Großteil der Gelder für das Personal der bayerischen Erzdiözesen - einschließlich der Jahresrenten für Erzbischöfe und Bischöfe -, für die Besoldung der Seelsorgegeistlichen sowie für Pensionen.
 
Um auf diesen Skandal aufmerksam zu machen, sind wir schon mehrmals an die Öffentlichkeit gegangen:

 
09.05.2020
Den Kirchen kein Steuergeld hinterherwerfen: Interview mit Johann-Albrecht Haupt über die historischen Staatsleistungen

2020 werden ca. 570 Millionen Euro an sogenannten Staatsleistungen an die beiden großen Kirchen gezahlt. Seit 1949 beläuft sich die Summe an Staatsleistungen mittlerweile auf ca. 19 Milliarden EUR und Jahr für Jahr wird der Betrag größer, den die Kirchen bekommen. Darauf weist seit vielen Jahren die Bürgerrechtsvereinigung Humanistische Union hin, die fordert, dass die jährlichen pauschalen Leistungen an die Kirchen eingestellt werden - entschädigungslos. Hier weiterlesen ...
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04.05.2020
Corona-Krise: Bund für Geistesfreiheit München fordert Verzicht der Kirchen auf historische Staatsleistungen
 

Der Bund für Geistesfreiheit München fordert die katholische und evangelische Kirche auf, von sich aus auf die sogenannten historischen Staatsleistungen zu verzichten. "Es kann doch nicht sein, dass die beiden großen Kirchen auch in Zeiten der Corona-Krise weiterhin für den Verlust ihrer Besitztümer und Kirchengüter zur Zeit der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts die Hand aufhalten", sagt Assunta Tammelleo, stellvertretende Vorsitzende des bfg München. Hier weiterlesen ...
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13.01.2020
Bund für Geistesfreiheit München fordert Ende der historischen Staatsleistungen

 
Die beiden großen Kirchen haben in Deutschland seit 1949 18,4 Milliarden Euro an sogenannten historischen Staatsleistungen erhalten, in Bayern sind es fast 4 Milliarden Euro. 2019 zahlte der Freistaat an die katholische und evangelische Kirche knapp 100 Millionen Euro, für ganz Deutschland beliefen sich die Zuwendungen auf insgesamt 548 Millionen. Das belegen die Recherchen der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union. Hier weiterlesen ...